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| OTZ: Flüchtlingsheim Katzhütte vor dem Aus |
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in der OTZ vom Donnerstag, 25.02.2010 Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sucht für die verbliebenen 56 Asylbewerber eine Unterkunft im Städtedreieck Von OTZ-Redakteur Thomas Spanier Katzhütte. Über einen späten Triumph dürfen sich die zahlreichen Kritiker des Asylbewerberheimes Katzhütte (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) freuen. Der Landkreis als Betreiber denkt über eine Schließung der Gemeinschaftsunterkunft nach, in der gegenwärtig noch 56 Flüchtlinge untergebracht sind. Begründet werden die Schließungspläne mit einer im Entwurf vorliegenden "Thüringer Verordnung über Mindestbedingungen für den Betrieb von Gemeinschaftsunterkünften und die soziale Betreuung von Flüchtlingen" (ThürGUSVO), mit deren Inkrafttreten in diesem Jahr gerechnet wird. Darin wird laut Landratsamt eine zentrumsnahe Unterbringung der Gemeinschaftsunterkünfte gefordert, um durch die örtliche Nähe zu medizinischen, schulischen und sonstigen Einrichtungen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern. Die kreisfreien Städte und Landkreise sollen alle Anstrengungen unternehmen, um Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge zukünftig möglichst direkt in Städten zu errichten. Im Kreistag Saalfeld-Rudolstadt hatte Landrätin Marion Philipp (SPD) in dieser Woche erklärt, man prüfe derzeit verschiedene Standorte im Städtedreieck Saalfeld/Rudolstadt/Bad Blankenburg. Dass darunter auch das ehemalige Rudolstädter Krankenhaus ist, wollte sie nicht bestätigen. Auch zu einem konkreten Zeitplan oder zur Zukunft der Katzhütter Einrichtung gab es keine Auskunft. Das Asylbewerberheim, das in einem ehemaligen Ferienlager untergebracht ist, war Anfang 2008 wegen der hygienischen und sozialen Zustände in die Schlagzeilen geraten. Die damals noch 88 in Baracken untergebrachten Bewohner hatten die Schließung des Heimes verlangt. Flüchtlingsorganisationen sowie Politiker der Bündnisgrünen und der Linken unterstützten den Protest. Daraufhin wurde ein Teil der Mängel abgestellt und Familien mit Kindern auf dezentrale Unterkünfte verteilt. Schon vor einem Jahr hatte die Landrätin angekündigt, neue Möglichkeiten der Unterbringung zu prüfen und von Schwierigkeiten gesprochen, eine geeignete Immobilie im Städtedreieck zu finden. |