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| Nächtlicher Angriff auf JG Stadtmitte |
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die WERKSTATT 2010 unter dem Thema: "Widerstand der Gleichschaltung" - 40 Jahre JG-Stadtmitte liegt hinter uns. Nachbereitet werden muss noch einiges - insbesondere der nächtliche Angriff von Nazis auf die JG. Nächtlicher Angriff auf JG StadtmitteIn der Nacht von Sonnabend, dem 03.07.2010
zu Sonntag, dem 04.07.2010 feierten wir in der JG-Stadtmitte und auf der
Johannisstraße die WERKSTATT 2010. Die Nazis provozieren und pöbeln weiter. Weitere Jugendliche und junge Erwachsene der JG werden durch Schläge und Tritte verletzt. Einige in der Johannisstraße feiernde Fußballfans unterstützen uns, andere stellen sich zu den Nazis, welche beginnen, mit Flaschen zu werfen. Eine Passantin wird dadurch am Arm verletzt. Mittlerweile stehen den Nazis ca 150 Menschen auf der Johannisstraße gegenüber. Sie lassen sich nicht zu unüberlegten Aktionen hinreißen sondern gehen gemeinsam und geschlossen unter „Nazis raus“-Rufen auf die Faschisten zu, welche sich daraufhin Schritt für Schritt zurückziehen. Mit einem Sonnenschirm des Restaurants Lo Studente versuchen die Rechten erneut auf uns loszugehen, werden jedoch durch das Personal daran gehindert. Schließlich gelingt es - gemeinsam und ohne Einsatz übermäßiger Gewalt - den rechten Mob weiter zurückzudrängen – bis zu den Treppen am Eichplatz. Unter weiteren Flaschenwürfen ziehen sich die Nazis weiter zurück. Blaulicht kündigt die von der JG gerufene Polizei an und die Nazis fliehen über den Eichplatz Richtung Holzmarkt. Unter ihnen bekannte Personen wie der Aktivist der Kameradschaft „Freies Netz Jena“ David Buresch aus Kahla sowie Angestellte einer Jenaer Sicherheitsfirma. Noch am Vortag verteilten Mitglieder dieser neonazistischen Kameradschaft in Jena „ein Flugblatt gegen die zunehmende linke Gewalt“ und schließen sich der aktuellen „Linksextremismus“ -Debatte in Politik und Medien an. Die Absurdität der derzeit erfolgten Gleichsetzung von links und rechts wird mit dem Angriff der Nazis auf die JG ein weiteres Mal deutlich. Der Überfall zeigt, wie sehr die JG auch 40 Jahre nach ihrer Gründung ein Dorn im Auge der wieder zunehmend gewaltsuchenden Faschisten ist. Von der erneuten Attacke sind nicht nur die verletzten Gäste der WERKSTATT betroffen – vielmehr gilt sie allen Bikern, Breakern, Punks, Skatern, Hippies, Antifas, Künstlern, Freaks, Menschen, die mit der JG für Lebendigkeit und Vielfalt stehen. Ihrem bedachten, entschlossenen und gemeinsamen Vorgehen ist es zu verdanken, dass es zu keiner Eskalation und schlimmeren Verletzungen durch den nächtlichen Angriff der Faschisten kam. |