JG Logo

Der April steht in den Startlöchern!
Der Frühling ist im Erwachen, die Tage werden länger und endlich kann man wieder draußen sitzen, was für eine Wohltat. Nachdem es im März bei uns ein wenig ruhiger war, ist das Progamm im April pickepackevoll.
Am 09. April findet wieder, gemeinsam mit den Leuten vom ADFC die Selbsthilfefahrradwerkstatt bei uns im Hof oder auf der Johannisstraße statt, je nach Wetter, Lust und Laune!
Hier könnt ihr auch euren Drahtesel fit machen für die Gedenkfahrradtour, welche vom 15.-17. April stattfinden wird. Als Gruppe zusammen auf dem Fahrrad widmen wir uns der Frage, welche Rolle haben Jena und der Saale-Holzland-Kreis im Nationalsozialismus gespielt? Welche Orte hier sind mit Zwangsarbeit, Verfolgung und Widerstand verbunden? Was bedeutet „Todesmarsch“ – und was passierte 1945 auf den Wegen zwischen Jena und dem Umland?
Aktuell sind noch Plätze frei, also meldet euch gerne an. Sollte es finanziell eng bei euch sein, meldet euch, wir werden sicher eine Lösung finden.

Am 04. April 2006 wurde Mehmet Kubaşık durch den NSU ermordet. Gemeinsam mit euch möchten wir Mehmet Kubaşık gedenken. Kommt dazu am Samstag, den 04. April, 16:00 Uhr an die Holzskulptur in die Johannisstraße vor der JG.

Am 06. April 2006 wurde Halit Yozgat durch den NSU ermordet. Gemeinsam mit euch möchten wir Halit Yozgat gedenken. Kommt dazu am Montag, den 06. April, 16:00 Uhr an die Holzskulptur in die Johannisstraße vor der JG.

Am 25. April 2007 wurde Michèle Kiesewetter durch den NSU ermordet. Gemeinsam mit euch möchten wir Michèle Kiesewetter gedenken. Kommt dazu Samstag, den 25. April, 16:00 Uhr an die Holzskulptur in die Johannisstraße vor der JG.

In den Osterferien, vom 08.04. – 10.04. wird es im Offenen Café wieder die Möglichkeit geben, aus Ton kleine und große Kunstwerke entstehen zu lassen. Anmelden müsst ihr euch nicht, kommt einfach vorbei!

In diesem Jahr jährt sich am 12.04. der Tod von Matthias Domaschk zum 45. mal. Er ist unter bis heute ungeklärten Umständen im Stasi-Gefängnis ums Leben gekommen. Rund um den Jahrestag wird es verschiedene Veranstaltungen geben. Am Sonnabend, den 11.04. wollen wir mit euch in Gespräch kommen und laden ein zu:
“ Wenn wir unsere Freund*innen verlieren: Gespräche über Matthias, Conny und Silvio“
Die Veranstaltung beginnt 17:00 Uhr und wir bei uns in der zweiten Etage stattfinden.

Ansonsten gibt es wie gewohnt Mittwoch – Freitag von 16:00 – 20:00 Uhr das Offene Café. Kommt vorbei, genießt die Zeit, spielt eine Runde Kicker, Tischtennis, Billard oder Kniffel oder genießt einfach die Zeit.

Bis bald in der JG, wir freuen uns auf euch!

Sie ist ein High Libido Girl, doch Sexualität war Nana Myrrhe jahrelang verboten: Dating, Küssen, sich (selbst) Anfassen, Sex vor der Ehe – Alles Sünde. So hat sie es in ihrem freikirchlichen Umfeld gelernt und ihrer fundamentalistischen Glaubensgemeinschaft treu geglaubt. Bis dieses Weltbild immer mehr Risse bekam.

Die Autorin berichtet nicht nur vom eigenen Erleben des Keuschheitswahns, sondern schaut auf das System dahinter: Purity Culture.

Sie entzaubert das heilige Märchen von Reinheit und Enthaltsamkeit und präsentiert eine intensiv recherchierte Spurensuche. „FEUCHT & FROMM“ weist auf die vielen Unschuldigen hin, die in diesem System nur verlieren können und deckt die perfiden Methoden einer Ideologie auf, die nicht nur in konservativ-religiösen Kontexten ihre Wirkung entfaltet.

Die Lesung findet statt am 13.03.2026 um 18 Uhr in der JG Stadtmitte.

Die JG lädt ein zur antifaschistisch-feministischen Bingo Soirée am 6.3. mit Lady Katharsis und Miss Judgement!

Ab 18:30 Uhr öffnen sich die Türen für einen furios glamourösen Abend mit vier Runden feministischem Bingo, kleinen und größeren Freuden, feinen Canapés und edlen Getränken.

Mach dich schick und zieh genau das an, wofür du sonst keinen Anlass hast!

Neben Spiel, Spaß und Haltung sammeln wir an diesem Abend außerdem Spenden für kurdische Frauenprojekte.

Und nach dem Bingo ist noch lange nicht Schluss: Danach wird gemeinsam weitergefeiert. Komm vorbei und erlebe einen lauten, lustigen, leckeren Abend und werde mit etwas Glück Antifa Bingo Queen!

(Männer dürfen auch kommen)

Radtour
15.-17. April 2026
Start Jena übe rGroßlöbichau nach Stadtroda Ziel: kahla
Erinneurngsorten und Lokalgeschichten auf die Spur kommen

Das Lernen aus der Vergangenheit heißt nicht per se, dass grauenvolle Verbrechen, wie im zweiten Weltkrieg / des Nationalsozialismus, sich nicht wiederholen können. 

Damit Erinnern und Lernen gelingen, reicht reines Faktenwissen nicht aus. Es braucht die Möglichkeit mit Menschen, Orten und Geschichten in direkten Kontakt zu kommen. Das eigene Erleben steht dabei im Vordergrund. 

  • Was hat Jena, was hat der Saale-Holzland-Kreis mit dem Nationalsozialismus zu tun?
  • Welche Orte hier sind mit Zwangsarbeit, Verfolgung und Widerstand verbunden?
  • Was bedeutet „Todesmarsch“ – und was passierte 1945 auf den Wegen zwischen Jena und dem Umland?

Diesen Fragen wollen wir uns vom 15. bis 17. April 2026 auf einer Fahrradtour durch den SHK widmen. Gemeinsam mit euch besuchen wir historische Orte, Gedenksteine und Erinnerungszeichen im SHK. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Fakten, sondern um das bewusste Erleben von Geschichte in der eigenen Umgebung. Wir fahren auf Wegen, die in den letzten Kriegswochen für KZ-Häftlinge zu Todesmarschrouten wurden, und setzen uns mit der Geschichte der Zwangsarbeit in der Region auseinander. An den einzelnen Stationen stellen wir außerdem aktuelle Erinnerungsprojekte vor, sprechen mit Engagierten vor Ort und diskutieren darüber, welche Bedeutung diese Orte heute für unser Zusammenleben haben.

Eine Teilnahme ist möglich ab 14 Jahren.

JETZT VERBINDLICH ANMELDEN

Programm

Unsere Radtour führt uns an zwei Tagen zu verschiedenen Gedenkorten, Mahnmalen und Erinnerungszeichen im Saale-Holzland-Kreis. Wir machen Halt an historischen Stationen, die von Zwangsarbeit, Todesmärschen und Widerstand in der Region erzählen.

Tag 1 – Mittwoch, 15.04.2026

Start: 9:00 Uhr, Treffpunkt Eastside, Jena

Stationen:

  1. Jena – Gedenkort – Input & Einstieg in das Thema
  2. Großlöbichau – die Geschichte des Massakers von Großlöbichau
  3. Mittagspause
  4. Eisenberg, Friedenspark – Projekt „1.000 Buchen“
  5. Ankunft und Übernachtung in der Jugendherberge Froschmühle (Eisenberg)
  6. Gemeinsamer Ausklang

Tag 2 – Donnerstag, 16.04.2026

Start: 10:00 Uhr, Jugendherberge Froschmühle

Stationen:

  1. Stadtroda – Stolperschwelle an der Psychiatrie (Asklepios)
  2. Weiterfahrt zum CVJM Stadtroda
  3. gemeinsames Essen (Grillen)
  4. Filmabend + Gespräch
  5. Gemeinsame Abschlussrunde und Abendessen

Tag 3 – Freitag 17.04.2026

Start: 10:00 Uhr, CVJM Stadtroda

Stationen:

  1. Bahnhof Kahla
  2. Stadtrundgang Kahla
  3. Anunft im Screen (Jugendclub)
  4. Gemeinsamer Ausklang 
  5. 16 Uhr individuelle Abreise

Die Teilnahme ist flexibel:

  • Mitfahren oder dazukommen: Ihr könnt die gesamte Tour mitfahren oder nur an einzelnen Stationen teilnehmen.
  • Übernachtung: Die Übernachtungen sind möglich, aber nicht verpflichtend – wer möchte, kann abends nach Hause fahren.
  • Verpflegung: Für Essen und Getränke fällt ein kleiner Teilnahmebetrag an (ca. 20 € für die gesamte Tour). 

Wichtig: Unser Ziel ist nicht in erster Linie Öffentlichkeitsarbeit oder ein großes Event. Es geht darum, für uns selbst die Orte und ihre Geschichten zu entdecken, nachzufragen und zu verstehen. Wir wollen ins Gespräch kommen, eigene Eindrücke sammeln und gemeinsam überlegen, was diese Geschichte heute für unser Handeln bedeutet.