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Während die Präventionsarbeit zu Rechtsextremismus seit Jahren ein entwickelter Bestandteil der schulischen und außerschulischen Bildung ist, werden Stimmen lauter, die auch eine Prävention von „Linksextremismus“ fordern. Ernst machte damit das Bundesfamilienministerium im Juni 2010 mit der Implementierung des Bundesprogramms „Initiative Demokratie stärken“ zur Bekämpfung von Islamismus und „Linksextremismus“.
Schon bald sah sich das Programm teils harscher Kritik ausgesetzt. Es schwäche mittelfristig die Bekämpfung des Rechtsextremismus und setze diesen implizit mit „Linksextremismus“ gleich. Nach knapp zwei Jahren Laufzeit ebbt die Kritik nicht ab und entzündet sich immer wieder an einzelnen Projekten.

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Am 13.Juni zeigt die JG-Stadtmitte einen besonderen Film. „Blut muss fliessen“ dokumentiert die Aufnahmen von Thomas Kuban.Meist verwackelt und in schlechter Qualität. Doch warum zeigt die JG dann solch einen Film?

Es sind die Aufnahmen, die ihn so interessant machen. Thomas Kuba geht seit Ende der 90er Jahre auf Nazikonzerte – nicht weil er die Musik so schätzt oder ein Anhänger der Neonaziszene ist. Er dokumentiert sie. Mit versteckter Kamera, meist ist sie kaum größer als ein Knopfloch.

Hochbrisant ist das Material, das Thomas Kuban im Lauf der Jahre zusammengetragen hat – einzigartig in Europa, wahrscheinlich sogar weltweit.

schreibt Zeit Online zu dem Material.

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So langsam rückt sie näher, die fünfte Jahreszeit in der JG: die WERKSTATT und all die vielen kleinen und großen Vorbereitungen, die WERKSTATT-Vorbereitungs-Gruppen die sich jetzt beginnen zu treffen, die , die Ideen und Spinnereien, die Aktionen und Umbauten für eine Woche Ausnahmezustand in der JG und Johannisstraße, Bands, Theater, Gesprächs- und Diskussionsrunden, Aktionen u.u.u…

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…in der JG-Stadtmitte!

Die Saisoneröffnung des Skate- & BMX-Parks im Paradies liegt hinter uns und wir bedanken uns noch einmal bei allen für diesen gelungenen Tag!
Erste Bilder findet ihr schon auf unserem flickr, einige andere werden die Tage folgen!

Heute morgen kam eine Meldung, die uns dann weniger überraschte. Wie addn.me berichtet wird das Verfahren wegen rassistischem Sprachgebrauch in den Ermittlungsakten von Lothar König folgenlos für die Beamten eingestellt!
Bei Lothars Verfahren wird die sächsische Justiz nicht so nachgiebig sein, wir bitten euch daher weiterhin um Spenden für die Prozesskosten – alle Infos bekommt ihr dafür unter: http://www.prozesskostenhilfe-lothar.de

Doch auch heute geht die Woche bereits wieder fix los. Neben dem Offenem Abend mit Inforunde erwartet euch heute Stephan Grigat mit seinem Vortrag zum Thema: „Die Arbeit nieder! Luxus für alle! Eine Kritik des Arbeitsfetischismus“ Los geht’s wie immer 19.00, ab 20.30 wird der Vortrag beginnen!

Am Sonntag starten wir dann voll in die WERKSTATT-Planung mit dem WERKSTATT-Frühstück, los geht’s ab 11.00 und jedeR der/die sich einbringen will und Ideen hat ist herzlich eingeladen.

Natürlich wartet auch von Mittwoch bis Freitag das Café mit Frühstück, Internet, Zeitungen und netten Menschen auf euch – also lasst euch mal wieder blicken!

mensch sieht sich

in der JG! ; )

Beinahe ein halbes Jahr ist es nun her, dass das Tun jener mörderischen Gruppierung bekannt wurde, die sich selbst „Nationalsozialistischer Untergrund“ nannte. Seitdem tagen die Ausschüsse, ermitteln die Ermittler und debattieren die Politiker. In Jena, der Stadt der mutmaßlichen Täter und Helfer, geht das Leben weiter.
Auf der Straße, die vom Jenaer Johannes-Tor zur Kirche St. Michael führt, drängt sich die Stadt, zwischen Fahrrädern, Cafétischen und Kinderwagen. Die Sonne brennt, nur im Schatten des Turmes, in dem die Unternehmungen der Internet-Ära sitzen, spürt man die Kühle des frühen Aprils.

Kühl ist es auch in dem langen, dunklen Durchgang, der wie eine Schleuse von der lärmenden Einkaufstraße wegführt. An seinem Ende befindet sich ein verschlossenes Tor, aus stählernem Gitter gefertigt, dahinter liegt ein kleiner, lichter Hof.

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Kann Andacht Sünde sein?


26. März. 2012

Der Leseladen der JG-Stadtmitte ist eine sich wöchentlich treffende Gruppe, deren Ziel es ist, inhaltlich zu den Themenfeldern Neonazismus, Antisemitismus sowie aktuell gesellschaftspolitisch zu arbeiten. Darüber hinaus werden Aktionen, welche die JG-Stadtmitte durchführt inhaltlich auf- und nachbearbeitet. Ziel ist es dabei ein politisches Grundverständnis zu stärken, aber auch Handlungsalternativen aufzuzeigen.

In diesem Zusammenhang hat der Leseladen einen Nachbereitungstext zu den Demonstrationen in Dresden 2012 verfasst:


JG-Tradition Nr.129: DRESDEN

Im Februar 2006 fuhren wir – Jugendliche und junge Erwachsene der JG-Stadtmitte Jena erstmalig nach Dresden, um uns an den dortigen antifaschistischen Protesten gegen den seit den 90iger Jahren stattfindenden Neonaziaufmarsch zu beteiligen. Es galt, den europaweit größten Naziaufmarsch zu verhindern. Dieses gelang erstmalig am 19.Februar 2010 durch eine breite Bündnismobilisierung.
Uns irritierte nicht nur, dass alljährlich fast ungestört tausende Nazis durch Dresden marschieren konnten, sondern uns interessierten auch die Ursachen und Gründe. Im Herbst 2010 begannen wir in der wöchentlichen Info- und Gesprächsrunde der JG-Stadtmitte uns mehrfach mit der Bombardierung Dresdens und den heutigen Naziaufmärschen zu beschäftigen und in kontroversen Debatten eine Position zu finden.

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