JG Logo

Nach unserem Gedenken, dem alten Lauti zur Erinnerung, am 13. Februar vor dem Heidefriedhof in Dresden (wo wir mit unserem schönen Kranz nicht rauf kamen um eine Andacht zu halten) fahren wir am 18. wieder nach Dresden zur Demo gegen das sächsische Demokratieverständnis und die Kriminalisierung von Antifaschismus im EXTREM_IST_IN Block.

Es fährt wieder ein Bus von Jena ab 8.45 Uhr los. Wir treffen uns 8.15 Uhr in der JG, wer noch mitkommen will: einfach in der JG melden.

GEGEN OPFERMYTHOS, NAZIAUFMÄRSCHE UND DIE SÄCHSISCHE DEMOKRATIE

Wir fahren am Montag, den 13. und am Sonnabend, den 18. Februar nach Dresden. Es gibt Busse und es sind noch Plätze frei!

Wer mitkommen will – einfach in der JG melden.

Los geht es am 13. Februar um 12 Uhr ab JG-Stadtmitte, also Treffen um 11.30 Uhr in der JG!
Erster Anlaufpunkt ist der Heidefriedhof um 15 Uhr. Dort wird auch in diesem Jahr der Dresdner Opfermythos höchst offiziell zelebriert. Ganz im Sinne einer Gleichsetzung der Bombardierung Dresdens mit der Shoah, den Vernichtungsangriffen und Nazimassakern, versuchen sich dort Dresdner auf eine Ebene mit den Opfern des NS zu stellen.

weiterlesen…

So links wie Jesus


18. Dez.. 2011

Seit die drei Rechtsterroristen aus Jena bekannt wurden, ist der Pfarrer Lothar König ein gefragter Experte. Dabei zeigt sein Fall: Wer Neonazis bekämpft, den bekämpft oft der Staat.

Ist Lothar König ein Linksextremist? Nun: Er sieht aus wie ein obdachloser Karl Marx. Oder wie der liebe Gott in einer anarchischen Phase. Er dreht seine Zigaretten. Er redet gerne vom ››System« und ist kein großer Freund davon. Er glaubt daran, dass alle Menschen gleich sind. Er glaubt aber nicht, dass alle gleich behandelt werden. Er mag die Punks, die zu ihm kommen mit ihren Hunden und ihrer Wut, ernennt sie liebevoll „Punkies“ und hört ihnen und ihrer Musik zu. Er demonstriert auch noch gegen den letzten Castor-Transport. Und er ist ein Antifaschist, er hat sich den Neonazis immer in den Weg gestellt, in Jena, wo er der Jugendpfarrer ist, aber auch anderswo. Ja, Lothar König steht politisch ziemlich weit links.

weiterlesen…

Lothars Rede beim Rock gegen Rechts hat jede Menge Zustimmung aber von vielen Seiten auch Unverständnis geerntet. Einige Leute haben sich im Nachhinein in der JG und bei Lothar gemeldet, weswegen wir jetzt für alle die nicht dabei waren oder noch einmal genau wissen wollen, worum es eigentlich ging, den Redebeitrag von Lothar beim Rock Gegen Rechts am 02.12.2011 in Jena online gestellt haben zum Nachhören:

Lothar König – Rede RockGegenRechts, Jena, 02.12.2012

Und folgend zum lesen auch in der Manuskript-Form:

Hey, Leute, Lothar König ist mein Name, ich hab eine Bitte, ich brauch mal 5 Minuten, Euch etwas zu sagen, was viele denken, aber wenige sagen, sagen dürfen. 5 Minuten, ist das okay?

Seit 4 Wochen haben wir mit einem Scheiß von Bankräubern, Bombenbastler, Mördern, Nazis usw. zu tun. Jeden Tag gibt es haarsträubende neue Meldungen: Pannen beim Verfassungsschutz, Spitzel bei der NPD, Gelder für Neonazis, Tote, Ermordete – das hört nicht auf. Ein Faß ohne Boden. Das hält keiner aus. Und bald schon ist Weihnachten.

Ich befürchte, bald schon, nächste Woche vielleicht, jedenfalls vor Weihnachten noch, wird man uns eine Antwort präsentieren. Ein Bauernopfer befürchte ich, einen Schuldigen jedenfalls, einen Sündenbock. Schuld sind immer die anderen.

Klar: Es sind die Nazis gewesen, die kleinen Kapkes, Wohllebens, Wieschkes und wie sie alle heißen. Die NPD wird verboten. Sie werden alle verboten. Und es herrscht wieder Ruhe im Land. Wir können endlich Weihnachten feiern.

Ich hab nur eine Bitte: Wenn ihr, die Politiker usw., das nicht lassen könnt, mit dem Verbieten und so: Wenn ihr die NPD verbietet (und dafür gibt´s ja gute Gründe), bitte, verbietet dann den Verfassungsschutz gleich mit (u. die Atommafia und…).

Aber eines will ich auch klar und  deutlich sagen:

Viel lieber als solche Verbote ist mir, wir würden ungeschminkt die Wahrheit erfahren. Ihr würdet uns, der Öffentlichkeit, erzählen, was wirklich passiert ist, was da schief gelaufen ist.

weiterlesen…

Jetzt hat das warten ein Ende. Hier wieder Lese- und Infostoff. Zwei Broschüren zur Aufklärung über rechtsextreme Strukturen in Jena und Thüringen aus den Jahren 2001 und 2009:

…nicht vom Himmel gefallen. Rechtsextremismus in Jena

(Broschüregruppe „…nicht vom Himmel gefallen“)

Rechtsextreme Strukturen in Jena
(Broschüregruppe Jugend- und Aktions- und Projektwerkstatt Jena (JAPS) / JG-Stadtmitte)

Die Broschüren sind zum Teil noch vorrätig und in der JG-Stadtmitte erhältlich!