am 19. Februar 2011 soll Lothar in Dresden Demonstrant_innen aufgewiegelt haben – unter anderem soll er dazu Musik mit aggressivem, anheizendem Rhythmus gespielt haben. In Erinnerung an den 19. Februar 2011 empfehlen wir euch heute immer mal wieder Musikstücke. Achtung, diese können aggressive, anheizerische Rhythmen enthalten:
Hauptverhandlung gegen einen Stadtjugendpfarrer wegen schweren Landfriedensbruchs u.a.
Medieninformation des Amtsgericht Dresden
1/2013
Hauptverhandlung gegen einen Stadtjugendpfarrer wegen schweren Landfriedensbruchs u.a.
Prozessauftakt beim Amtsgericht Dresden, Roßbachstraße 6, 01069 Dresden am 19.03.2013, 09:00 Uhr, Saal A 2.133
Dem Angeklagten wird mit Anklage der Staatsanwaltschaft Dresden vorgeworfen, er sei am 19. Februar 2011 anlässlich des Demonstrationsgeschehens zum 66. Jahrestag der Bombardierung Dresdens als Fahrer und Halter eines als Lautsprecherfahrzeug ausgerüsteten Transporters aktiv daran beteiligt gewesen, dass aus seinem Fahrzeug heraus linke Gegendemonstranten zu Gewalttätigkeiten aufgewiegelt wurden. So soll er u.a. in der Menge der Demonstranten gefahren sein und diese durch eigene bzw. durch das Zulassen fremder Lautsprecherdurchsagen dirigiert und so bei deren gewaltsamen Durchbruchsversuchen zu den Orten der genehmigten Kundgebungen rechter Versammlungsteilnehmer und den mit den Durchbruchsversuchen einhergehenden gewaltsamen und z.T. bewaffneten Übergriffen auf Polizeibeamte unterstützt haben. Auch soll der Angeklagte ein Polizeifahrzeug mit seinem Transporter abgedrängt und diesen als Fluchtmittel für 2 Männer zur Verfügung gestellt haben, die zuvor Steine gegen Polizeibeamte geworfen haben sollen.
Das Amtsgericht Dresden hat vorerst 6 Sitzungstage anberaumt
(Fortsetzungstermine: 02.04.2013, 03.04.2013, 04.04.2013, 24.04.2013 und 13.05.2013, jeweils 09:00 Uhr)
Medienvertreter werden gebeten, sich unter Vorlage des Presseausweises bis zum 01.03.2013 beim Amtsgericht Dresden (E-Mail-Adresse: verwaltung-p@agdd.justiz.sachsen.de) zu akkreditieren.
Ein kleiner Videobeitrag der JG-Stadtmitte zum 13. Februar 2013 in Dresden.
Die Neonazis versuchten hier wie schon die Jahre zuvor mit der Verbreitung ihres Opfermythos den Holocaust zu relativieren. Mehrere erfolgreiche Blockadeaktionen verhinderten, dass sie in Dresden marschieren konnten.
Interviews mit Albrecht Schröter, Harald Zeil vom Aktionsnetzwerk Jena und Redebeiträge von Lothar König und Dresden-Nazifrei.
Der 13. Februar 2013 ist gelaufen, die Nazis jedoch keinen Meter. Wenn auch untypisch für Sachsen, aber gleich zwei erfreuliche Nachrichten nehmen wir in diesem Jahr aus Dresden mit.
Erstens: Die Repression der sächsischen Sicherheitsbehörden im Vorfeld des 13. Februar 2013 hat nicht die gewünschte Wirkung erzielt, Tausende Nazigegnerinnen und -gegner haben sich von den staatlichen Schikanen nicht einschüchtern lassen und sind trotzdem nach Dresden gekommen, um den Nazis die Stirn zu bieten.
Und zweitens: Durch mehrere Sitzblockaden wurde der Aufmarsch erfolgreich blockiert. Die Nazis konnten ihre geplante Route nicht laufen, sie mussten unter Schneeballdauerbewurf über Stunden in zwei großen Kesseln ausharren, umringt von mehreren Tausend AntifaschistInnen, bevor sie ernüchternd die Rückreise antraten.
Auch Lothar König und die Soligruppe waren wie angekündigt erneut nach Dresden gereist, um die Proteste zu unterstützen. Obwohl in vier Wochen der politische Prozess gegen den Jenaer Stadtjugendpfarrer beginnen soll und trotzdem die Justiz im Vorfeld wieder mit ihrem traditionellen Kriminalisierungsmarathon durchstartete, liessen sich an jenem kalten Mittwoch erneut Tausende Menschen nicht davon abhalten, die Nazis konsequent zu blockieren.
PM: Prozesseröffnung auf 19.März festgelegt – Lothar König fährt trotzdem nach Dresden
Pressemitteilung der Soligruppe JG-Stadtmitte vom 11.02.2013
Nach der Razzia am 10.August 2011 und des unfassbaren Urteils im Prozess gegen Tim H. wurde nun auch der Prozess gegen Lothar König terminiert. König soll hierbei als der „Mann mit dem Lautsprecherwagen“ verurteilt werden, da er mit dem Fahrzeug „anreißerische und rhythmische Musik“, wie zum Beispiel die „Rolling Stones“ , zur Aufwiegelung der Massen abgespielt und damit angeblich zu Steinwürfen animiert haben soll, so die Anklage aus Sachsen.
„Lothar König soll hier als bekannte Symbolfigur stellvertretend für jene kriminalisiert werden, die all jährlich im Februar nach Dresden kommen, um sich den hunderten bis tausenden Nazis dort in den Weg zu stellen.“ , sagt der Sprecher der Soligruppe JG-Stadtmitte. „Die Dresdner Staatsanwaltschaft führt hier ein politisches Verfahren, um Nazigegnerinnen und Nazigegner abzuschrecken, mit dem Ziel dass in Dresden „endlich wieder Ruhe im Dorf“ einkehrt“, führt er weiter aus.
Hallo liebe Leute,
Der diesjährige Naziaufmarsch in Dresden findet in zwei Wochen statt, Gegenaktionen sind bereits in Vorbereitung, Infos gibt es auf www.dresden-nazifrei.com.
Aus Thüringen fahren mehrere Busse, so gibt es einen, der ab 12 Uhr von Weimar aus fährt, einen der ab 13 Uhr in Jena fährt sowie einen der 13:30 in Gera abfährt.
Auch wir haben uns mit mehreren Gruppen und Initiativen zusammengeschlossen und fahren mit einem Busüber Saalfeld (11:00), Pößneck (11:30) und Jena (13:00) nach Dresden, bei Interesse meldet euch bei uns in der JG oder im Haskala. Tickets gibt es gegen Spende in Höhe von 5 bis 10 Euro.
Bitte meldet euch telefonisch vorher an, wenn ihr vorbeikommt und Tickets holen möchtet.
Oder fragt am Dienstag Abend vor der Inforunde (19.00-19.45) nach Tickets!
Bis dahin und viele Grüße,
aus Eurer JG!