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Beinahe ein halbes Jahr ist es nun her, dass das Tun jener mörderischen Gruppierung bekannt wurde, die sich selbst „Nationalsozialistischer Untergrund“ nannte. Seitdem tagen die Ausschüsse, ermitteln die Ermittler und debattieren die Politiker. In Jena, der Stadt der mutmaßlichen Täter und Helfer, geht das Leben weiter.
Auf der Straße, die vom Jenaer Johannes-Tor zur Kirche St. Michael führt, drängt sich die Stadt, zwischen Fahrrädern, Cafétischen und Kinderwagen. Die Sonne brennt, nur im Schatten des Turmes, in dem die Unternehmungen der Internet-Ära sitzen, spürt man die Kühle des frühen Aprils.

Kühl ist es auch in dem langen, dunklen Durchgang, der wie eine Schleuse von der lärmenden Einkaufstraße wegführt. An seinem Ende befindet sich ein verschlossenes Tor, aus stählernem Gitter gefertigt, dahinter liegt ein kleiner, lichter Hof.

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Am Dienstag, also morgen, gibt es in der JG wieder einen Vortrag nach der Inforunde – diesmal mit Dr. Stephan Grigat zum Thema:

Die Arbeit nieder! Luxus für alle! Eine Kritik des Arbeitsfetischismus

Der Papst verkündet, die Arbeit trage dazu bei, „Gott und den anderen näher zu sein.“ Bei der NPD firmiert „Arbeit“ noch vor „Familie“ und „Vaterland“ und linke Gruppen drohen ihren Gegnern in ihren abgehalfterten Demosprüchen an, sie „in die Produktion“ zu schicken und klammern sich an die Sklavenparole „Die Arbeit hoch!“ Statt für die Bedingungen der Möglichkeit individueller Freiheit und gesellschaftlicher Autonomie zu streiten, für eine Art produktiven Müßiggang, sucht man in der Schinderei der Arbeit Erfüllung – und findet sie womöglich auch noch.

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Wir dachten, wir hätten schon alles gehört. Wir hielten uns für hart gesotten und allen widrigen Klangwettern erhaben. Doch mit Ernüchterung mussten wir feststellen, dass die dunklen Tiefen kommerzverliebter Musikantenreigen scheinbar keine Grenzen kennen. Im Auftrag des guten Sounds trafen wir uns also wieder um für uns und für euch die dunklen Flecken auf unseren Schatzkarten nach neuen Perlen zu erkunden. Bewaffnet mit großartigen Ideen und unseren Handys haben wir keine (Telefon-)kosten und Mühen gescheut und eine neue Route gefunden, die uns mit unerhörtem, lauten, leisen und neuen Klängen über Wasser hält und wieder Schwung und Energie gibt, um nicht im Meer der Einheitsdödelpopmusik unterzugehen. Endlich geht’s also wieder los – eine neue Konzertreihe in der JG. Den Start machen DÄMSE und IMPROMATIQ am Donnerstag, den 12.04. ab 21 Uhr. Indie-Funk-Jazz-Rock vom Feinsten! Danach wollen wir Sturm und Gewitter: DERNIER CRIE werden uns und ihre Verstärker mit noisigem Indie-Rock-Punk zusammen mit BAD PUNCHLINE am Sonnabend, den 28. April, schön durchpusten. Ordentlich durch den Wind werden uns anschließend HIPPIE LANGSTRUMPF und ELETTRO ANIME am Sonnabend, den 12. Mai noch einmal in rockige und punkige Gefilde führen. Dann wird es zunächst windstill und auch leiser, aber keinesfalls trocken: die RUSSIAN DOCTORS werden gemeinsam mit JAHN & MARCZINKE am Sonnabend, den 9. Juni Lieder zum zu- und hinhören spielen. Kommt an Bord!

…aus der JG-Stadtmitte!

Die Karwoche geht nun also in die zweite Hälfte und die Vorbereitungen auf Ostern laufen auch bei uns auf Hochtouren. Heute hat das Café nochmal bis 16.00 geöffnet und dann haben auch wir über die Osterfeiertage zu. Ab Dienstag sind wir aber natürlich zum Offenen Abend mit Inforunde wieder da – los gehts wie immer ab 19.00.

Dort könnt ihr euch auch in die gerade laufende WERKSTATT-Planung einbringen, viele Gruppen brauchen und suchen noch Unterstützung!

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Die WERKSTATT-Rüste ist vorbei, wir sind zurück – und ganz dicht dran, an der WERKSTATT 2012! Das heisst, das es so langsam losgeht und alle die Lust auf WERKSTATT haben sollten ab jetzt die Inforunden Dienstags (ab 19.45 Uhr) in der JG nutzen, denn die ersten WERSKSTATT-Gruppen werden bald loslegen, damit die Zeit für die vielen Vorbereitungen ausreicht und genügend Raum für spannende Ideeb bleibt.

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Kann Andacht Sünde sein?


26. März. 2012

Der Leseladen der JG-Stadtmitte ist eine sich wöchentlich treffende Gruppe, deren Ziel es ist, inhaltlich zu den Themenfeldern Neonazismus, Antisemitismus sowie aktuell gesellschaftspolitisch zu arbeiten. Darüber hinaus werden Aktionen, welche die JG-Stadtmitte durchführt inhaltlich auf- und nachbearbeitet. Ziel ist es dabei ein politisches Grundverständnis zu stärken, aber auch Handlungsalternativen aufzuzeigen.

In diesem Zusammenhang hat der Leseladen einen Nachbereitungstext zu den Demonstrationen in Dresden 2012 verfasst:


JG-Tradition Nr.129: DRESDEN

Im Februar 2006 fuhren wir – Jugendliche und junge Erwachsene der JG-Stadtmitte Jena erstmalig nach Dresden, um uns an den dortigen antifaschistischen Protesten gegen den seit den 90iger Jahren stattfindenden Neonaziaufmarsch zu beteiligen. Es galt, den europaweit größten Naziaufmarsch zu verhindern. Dieses gelang erstmalig am 19.Februar 2010 durch eine breite Bündnismobilisierung.
Uns irritierte nicht nur, dass alljährlich fast ungestört tausende Nazis durch Dresden marschieren konnten, sondern uns interessierten auch die Ursachen und Gründe. Im Herbst 2010 begannen wir in der wöchentlichen Info- und Gesprächsrunde der JG-Stadtmitte uns mehrfach mit der Bombardierung Dresdens und den heutigen Naziaufmärschen zu beschäftigen und in kontroversen Debatten eine Position zu finden.

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