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TRANSRECHTE SIND MENSCHENRECHTE!

Auf dem Bild ist ein Banner zu sehen. Es weht über der Johannisstraße. Es ist gestaltet als trans Fahne: 5 Streifen, der oberste ist mayablau, darunter amaranthrosa, darunter weiß, darunter amaranthrosa, darunter mayablau. Darauf steht in schwarzen Großbuchstaben mit weißer, nach links versetzter Schattierung: TRANSRECHTE SIND MENSCHENRECHTE! SOLIDARITÄT MIT JESS

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch dieser Woche wurde die Aufhängung unseres Transpis in der Johannisstraße mutmaßlich durchgeschnitten und das Transpi dadurch beschädigt. Gut sichtbar haben wir auf diesem die Solidarität mit Jess gefordert.

Jess wurde in der Nacht vom 25. März brutal von drei Jugendlichen zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass Jess den Angriff überlebt hat.  Die Motivation der Täter speiste sich aus Transfeindlichkeit und Misogynie (u.a. queer.de berichtete).

Mit unserem Transpi stellten und stellen wir uns auch weiterhin hinter Jess und alle trans Menschen, die immer wieder von Ausgrenzungen, Anfeindungen und Angriffen betroffen sind. Das ändert auch keine durchgeschnittene Schnur an unserem Transpi.

Eine Detailaufnahme vom oben gezeigten Transpi. Darauf ist zu sehen, dass die Schnur an der linken Seite des Transpis wohl durchgeschnitten wurde.

Transrechte sind Menschenrechte!

Der Winter ist so richtig rum und wir starten voll durch!

Pünktlich zum Wetteraufbruch haben wir in einer fetten Gemeinschaftsaktion in den letzten 2 Wochen unseren Innenhof neu gepflastert. Ein riesen Danke an alle, die dabei so fleißig unterstützt haben! Jetzt können wir endlich wieder das Tanzbein schwingen ohne auf Stolperfallen zu achten.

Es ist der neu gepflaserte Innenhof der JG zu sehen. Am Rand sind dicke Holzbohlen, dazwischen viele kleine feine helle Holzblöcke.

Auch wenn die Inzidenzen immer noch wahnsinnig in die Höhe schießen, ist bei uns einiges los. Wir achten aber darauf, dass sich auch in Bezug auf Corona alle Besucher*innen bei uns wohl und sicher fühlen können. Deshalb tragen wir weiter in Innenräumen Maske und achten auf Abstände.

Regelmäßig trifft sich Freitags unsere Briefe-Gruppe und auch die Gruppe zur kritischen Auseinandersetzung mit Männlichkeiten findet jede Woche statt.

Und natürlich ist Dienstags Inforunde! Solange das Wetter es erlaubt, auf unserem schicken neuen Pflaster.

Am Freitag hören wir uns hoffentlich im OKJ bei der Solisendung für die Seebrücke.

Kommende Woche sehen wir uns dann im Rahmen der Gedenken an Mehmet Kubaşik und Halit Yozgat an der Holzskulptur vor der JG.

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Für den 26.03., also den kommenden Sonnabend, hat die „Neue Stärke“ einen Aufmarsch in Gera angemeldet.

Das Bündnis Gera Nazifrei ruft zu einer Gegenkundgebung unter dem Motto „Nazis von der Straße fegen“ auf.

Im Hintergrund ist eine Demo zu sehen.
Davor steht auf pinken Kästen: Unsere Straßen. Unsere Stadt. Wir haben Nazis satt.
Nazis von der Straße fegen. 26.03.2022 Gera, ab 11 Uhr, Bahnhofsplatz Ecke Bielitzstraße

Lasst uns die Menschen in Gera unterstützen! Am besten ist es, zusammen hinzufahren und aufeinander aufzupassen – der passende Zug fährt am Sonnabend um 10:22 am Westbahnhof, Gleis 2 ab.

Im Hintergrund ist ein blaues Kachelmuster zu sehen. Auf lila Kästen steht mit schwarzer Schrift: Nazis von der Straße fegen! Gera, 26.03.2022; Bahnhofplatz Ecke Bielitzstraße, 11 Uhr.
Darunter ist eine Zeichung eines Regionalexpresses.
Darunter steht im selber Schrift: Gemeinsame Anreise aus Jena. 10:22 Uhr Westbahnhof, Treffpunkt 10:10 Uhr am Gleis 2

und wir wollen gemeinsam mit Euch und vielen anderen ein deutliches Zeichen in Jena setzen. Wir sehen uns hoffentlich um 16.30 am Faulloch!

Das Bild ist blau umrandet und hat einen schwarzen Hintergrund. In weißen Buchstaben steht: Internationaler Tag gegen Rassismus. 21. März 2022, Jena, 16:30 Uhr, Faulloch/ Johannistor. Darunter ist ein Straßenschild mit der Aufschrift "Anton-Wilhelm-Amo-Platz" abgebildet. Darunter steht: Das antirassistische Netzwerk Jena ruft zur Kundgebung mit symbolischer Platzbennenung auf! Rassismus tötet! - Grenzenlos solidarisch! Für einen ANTON-WILHELM-AMO-PLATZ in Jena!

Das antirassistische Netzwerk Jena ruft zur Kundgebung auf:

Am 21. März 2022 jährt sich der Internationale Tag gegen Rassismus zum 56. Mal. Die gemeinsame Positionierung und das Aufstehen gegen alle Formen von Rassismus sind immer noch notwendig!
So zeigten u.a. Anschläge in Halle und Hanau zuletzt, dass es eine ungebrochene Kontinuität rassistischer und antisemitischer Gewalt gibt. Und auch in der Mehrheitsgesellschaft lässt sich wieder eine Verfestigung von Einstellungen belegen, die extreme Rechte bei ihren Taten ermutigt. Rassismus und Antisemitismus sind alltägliche Zustände, welche strukturell und individuell in unserer Gesellschaft verankert sind.
Das antirassistische Netzwerk Jena ruft zur Kundgebung anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus auf, um ein deutliches Zeichen und ein klares „Nein“ gegen jede Form von Rassismus und Antisemitismus zu setzen. Hier sind alle gefragt, für eine offene und vielfältige Gesellschaft einzutreten, sich hinter die Betroffenen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen.
Das antirassistische Netzwerk Jena möchte den diesjährigen Internationalen Tag gegen Rassismus dafür nutzen, um auf die vielfältigen Spuren der kolonialen Gewaltgeschichte im Alltag aufmerksam zu machen. Für manche scheint dies ein verdrängter, zurückliegender Teil europäischer Geschichte sein, doch das System der Ausbeutung, Vertreibung und rassistischer Herabwürdigung wirkt größtenteils unreflektiert bis heute fort. Durch die Um- oder Benennung von öffentliche Orten und Straßen soll eine neue Erinnerungs- und Alltagskultur angestoßen werden, die sich aktiv damit auseinandersetzt. Es sollen die Perspektiven von marginalisierten Gruppen in unserer Gesellschaft, ehemals Kolonisierten, derjenigen die Widerstand geleistet haben und Menschen in der Diaspora sichtbar gemacht werden, um so ein neues Verständnis der Geschichte und Gegenwart in der Gesellschaft zu verankern.
Das antirassistische Netzwerk Jena fordert im Zuge dessen die offizielle Benennung des Platzes am Johannistor in Anton Wilhelm Amo Platz. Anton Wilhelm Amo gilt als erster afrodeutscher Akademiker. Er studierte in Halle und in Wittenberg, wo er 1734 auch promoviert wurde. Eine seiner wichtigsten Arbeiten widmete sich der Rechtsstellung Schwarzer Menschen in Europa. Amo wirkte im Jahre 1739 in Jena als Dozent der Philosophie. Um an Anton Wilhelm Amo zum Gedenken, und ihn als zu würdigenden Philosophen in Jena sichtbar zu machen, fordern wir die Benennung dieses Platzes nach Anton Wilhelm Amo.
Die Kundgebung ist am 21. März 2022, um 16:30 Uhr, am Johannistor in Jena. Wir rufen alle auf, sich mit dieser Forderung nach mehr öffentlicher Sichtbarkeit zu solidarisieren und gemeinsam ein Zeichen gegen jede Form von Rassismus zu setzen.
Die Kundgebung ist Teil der thüringenweiten Veranstaltungsreihe im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Am Freitag dem 18. März um 19 Uhr präsentiert das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft den neuen, zweiten Film von Angélique Kourounis zur „Goldenen Morgenröte“ in der JG. Im Anschluss ist Zeit, mit der Filmemacherin und dem Filmautor ins Gespräch zu kommen.

Der aktuelle Film der Journalistin Angélique Kourounis ist eine Dokumentation über den Widerstand gegen die neonazistische Partei „Goldene Morgenröte“ in Griechenland, die Gewalt zum Mittel ihrer Politik machte und das Land in den Krisenjahren prägte. Im Film werden vielfältige Formen des Widerstandes und des Engagements gegen rechtsextreme und neonazistische Ideologien, die sich nicht nur in Griechenland, sondern auch in anderen europäischen Ländern verbreiten, beleuchtet. Anhand von Interviews mit Aktivist:innen, Betroffenen und politisch Verantwortlichen werden Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt, sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren.

„Goldene Morgenröte, unser aller Angelegenheit“ ist der zweite Film von Angélique Kourounis über die neonazistische Partei in Griechenland. Ihr Film „Goldene Morgenröte, eine persönliche Angelegenheit“ zeichnet den Aufstieg der Gruppierung nach und wurde vielfach ausgezeichnet. Er steht in deutscher Sprache online zur Verfügung. Mit dem neuen Film möchte Kourounis und ihr Team nun herausfinden, woran die Goldene Morgenröte konkret gescheitert ist.

Die Frage, wie eine Gesellschaft konkret mit einer rechtsextremen Bedrohung umgehen kann, ist freilich auch jenseits von Griechenland relevant.  Deshalb lädt der Film und die anschließende Diskussion dazu ein, Lehren aus dem griechischen Fall für das eigene Handeln zu ziehen.

Gerahmt wird das Screening durch eine kurze wissenschaftliche Einordnung von Maik Fielitz (IDZ) und der an den Film anschließenden Diskussion mit Filmemacherin und Autorin Angélique Kourounis und Autor Thomas Iacobi.

Weitere Informationen zur Entstehung des Films sowie erstes Filmmaterial sind auf der Webseite zum Film abrufbar.

Als Teil des antirassistischen Netzwerks rufen wir zur Kundgebung anlässlich des rassistischen Anschlages von Hanau auf:

Am 19. Februar jährt sich zum zweiten Mal der rassistische und menschenverachtende Anschlag von Hanau, bei dem neun Menschen ermordet wurden. Im Anschluss erschoss der Täter seine Mutter und sich selbst. Seit Ende 2021 läuft im Hessischen Landtag ein Untersuchungsausschuss zum Anschlag den die Initiative 19. Februar kritisch begleitet.
Vor allem dem engagierten Handeln der Überlebenden, Hinterbliebenen und Unterstützer:innen ist es zu verdanken, dass die Aufarbeitung der Tatnacht und somit das behördliche Agieren im Vorfeld als auch im Nachgang öffentlich thematisiert und verhandelt wird.
Zwei Jahre nach der Tat schließen wir uns weiterhin den Forderungen der Initiative 19. Februar Hanau an, für Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen zu kämpfen.

Zwei Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau:
Erinnerung. Gerechtigkeit. Aufklärung. Konsequenzen.
Gedenkveranstaltung 19.02.2022, 16:00 Uhr, Holzmarkt Jena


Die Kundgebung am 19.02., 16.00 Uhr, auf dem Holzmarkt in Jena ruft alle auf, sich mit diesen Forderungen zu solidarisieren und gemeinsam den Todesopfern zu gedenken und die Forderung nach Aufarbeitung in die Öffentlichkeit zu tragen.
Somit schließt die Kundgebung die Mahnwache der Seebrücke Jena ab und reiht sich ein in den bundesweiten Aufruf zum Gedenken der Initiative 19. Februar Hanau.